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Frühjahrsputz! Echt jetzt?

Nur weil meine Großmutter und meine Mutter im Frühling das ganze Haus auf den Kopf gestellt haben, soll ich da jetzt auch mitziehen? Natürlich nicht! Verhaltensmuster und Traditionen anderer Generationen ergeben nicht immer auch Sinn für uns. Aus Gewohnheit oder aus einem gesellschaftlichen Zwang heraus macht sowas schonmal grundsätzlich keinen Spaß! Und genau darum geht's: Mach dein eigenes Ding draus! Oder lass es bleiben.

 

Die Tage werden wieder länger, wir öffnen die Fenster gerne auch für mehr als nur zum Stoßlüften, in der Natur um uns herum erneuert sich alles ... ganz automatisch geht diese Power auch auf uns über und füllt uns mit neuem Tatendrang. Und genau den brauchen wir, um uns neue Ziele zu stecken, dann auch wirklich loszulegen und Projekte bis zum Ende durchzuziehen.

 

Wenn wir richtig Lust dazu haben, den Wintermief aus unserem Zuhause zu fegen und für die frische Frühlingsenergie Platz zu schaffen, dann können auch liegen gebliebene Projekte aus ihrem Winterschlaf gerüttelt und frischer Wind in die Bude geholt werden.

Einfach loslegen - aber richtig!

Damit du die richtige Motivation findest (und die dann auch halten kannst), sind drei Dinge wichtig, die du varab planen solltest.

 

1. Ziele setzen. Überlege dir, was dich an deinem Zuhause im Moment stört und notiere, welche Teilbereiche du dir vorknöpfen möchtest. Setze dir für jeden Bereich ein ganz konkretes Ziel, das du dir so gut du kannst - und mit möglichst allen Sinnen - bereits vorstellst. Eine meiner Kundinnen wollte zum Beispiel während sie kocht auch Platz zum Tanzen haben. Klingt verrückt, ist aber ein perfektes Ziel das sie sich wirklich wünschte und das sie sich auch entsprechend gut ausmalen konnte. Mit dieser Vision war es dann einfach zu erkennen, was Schritt für Schritt zu tun war und natürlich auch, wie ihre Belohnung am Ende des Projektes dann aussehen wird.

 

2. Prioritäten setzen. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor, sonst kanst du leicht unterwegs die Motivation verlieren. Du hast dir bereits Ziele für Teilbereiche gesetzt und dir entsprechende Belohnungen überlegt. Fange jetzt am besten mit einem überschaubaren, kleinen Projekt an, das du in maximal zwei Stunden komplett erledigen kannst. Damit schaffst du dir eine "Insel", ein perfektes Ergebnis, das dich für weitere Projekte motivieren kann. Für die nächsten Schritte kannst du deine Projekte dann nach Wichtigkeit der Reihe nach anpacken.

 

3. Erfolge feiern. Auch Zwischenerfolge! Wenn du etwas abgeschlossen hast, gönne dir einen Moment der Anerkennung. Mach einen Schritt zurück und lass' das Ergebnis auf dich wirken. Gönne dir eine kurze Pause und feiere deinen Erfolg mit einer kleinen Belohnung.

Aller Anfang ist ... ausmisten.

Dinge herumzuräumen und immer neue Häufchen zu bilden hält dich garantiert beschäftigt, ist aber auf Dauer (genauso garantiert) frustrierend. Wirkliche Veränderung siehst du nur dann, wenn der jeweils erste Schritt eines Projektes das Ausmisten ist.

 

Wenn du dir zum Besipiel dein Bücherregal vornimmst, räume doch mal alle Bücher raus. Das leere Regal kannst du jetzt natürlich ganz einfach reinigen, bevor du deine Schätze wieder einräumst. Und da sind wir schon beim Thema: Was sind denn deine Schätze? Dazu nimmst du einfach jedes einzelne Buch in die Hand und überlegst dir (ehrlich!) ob du das wirklich noch einmal lesen wirst - oder ob es sonst einen Grund gibt, weshalb das Teil bei dir wohnen darf. Wenn es eine positive Erinnerung ist oder wenn du es einfach nur schön findest, sind das natürlich auch legitime Gründe. Wichtig ist nur, dass du dich für die Dinge, denen du Platz in deinem Leben gibst, tatsächlich bewusst entscheidest.

 

Wenn du das erste Mal so richtig ausmistest, beginne mit etwas das emotional keine allzu große Herausforderung ist. Die Krimskrams Schublade, der Putzmittel-Schrank oder auch ein Bücherregal sind dafür gute Kandidaten. Wenn du im Loslassen dann schon geübter bist, kannst du dich an schwierigere Themen wagen. Ganz zum Schluss sind dann persönliche Briefe und Fotos an der Reihe.

Zusammengefasst - Frühjahrsputz erfolgreich nutzen

  • Teilbereiche definieren
  • Klare Ziele für jeden Bereich setzen, inklusive Belohnung
  • Die Schritte planen (es kann auch motivieren, wenn man eine Liste zum Abhaken hat)
  • Zusätzliche Motivation finden (Musik, Belohnung, jemanden der dir hilft ...)
  • Prioritäten setzen, nicht zu viel auf einmal vornehmen
  • Termin setzen („15 Minuten täglich“ oder „bis Donnerstag Abend habe ich …“)
  • Erfolge feinern

Natürlich gibt es Hilfe!

Du bist motiviert frischen Wind in dein Zuhause und in dein Leben zu bringen, weiss aber noch nicht so recht ob und wie du das alleine schaffen kannst? Ich unterstütze dich gerne dabei! Oft ist es gemeinsam einfacher Ziele zu definieren, Schritte zu planen und - vor allem - Projekte dann tatsächlich auch gemeinsam anzupacken.

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Bericht auf Vorarlberg Online